Wanderers wollen den Hebel umlegen

20.11.2017 um 18:42 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

Selbstkritisches Fazit zur Vorrunden-Halbzeit

Vier Siege und neun Niederlagen stehen für die Wanderers zur Halbzeit der Vorrunde in der Bayernliga zu Buche. Damit belegen die Münchner Vorstädter nach 13 von 26 absolvierten Partien den 12. Tabellenplatz mit neun Punkten Rückstand auf Tabellenplatz 8, welcher nicht nur die Teilnahme an der Verzahnungsrunde sondern auch den direkten Klassenerhalt bedeuten würde. Die interne Scorerwertung führen Florian Fischer (21 Punkte) und Trainersohn Tobias Feilmeier (20 Punkte) an, welche beide im Sommer vom ESC Dorfen nach Germering gewechselt sind. Nach dem vergangenen Spielwochenende blickt man nun auf den bisherigen Saisonverlauf zurück.
Für Mannschaft, Verein und Fans eine eher ernüchternde Bilanz und entsprechend deutlich waren die Worte von EVG-Coach Heinz Feilmeier bei der gestrigen Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen den EV Füssen. Neben der fehlenden Tiefe im Kader kritisierte er die Einstellung und Moral mancher Spieler zweimal am Wochenende Bayernliga-Eishockey zu spielen und fordert zudem eine pflichtbewusstere Teilnahme an den wöchentlichen Trainingseinheiten. Letzteres ist ausschlaggebend dafür, dass keine Automatismen entstehen und man sich nicht entsprechend weiterentwickeln konnte. Am Wochenende beginnt nun für alle Mannschaften die Rückserie, in der noch viele Punkte vergeben werden und da heißt es für Schwarz-Gelb bereit zu sein und mit neuer Motivation und Leistungsbereitschaft in die Spiele zu gehen.

Im Freitagsspiel begrüßen die Wanderers den ESV Buchloe im Germeringer Polariom. Die Pirates belegen aktuell den begehrten 8. Tabellenplatz und möchten diesen natürlich im Aufeinandertreffen gegen das Feilmeier-Team verteidigen. Das Team um Trainer Topi Dollhofer nimmt mit die wenigsten Strafzeiten und ist gleichermaßen sehr effizient in den eigenen Powerplays. Der ESV hat ein nahezu ausgeglichenes Torverhältnis und hat folglich einige Spiele mit nur ein oder zwei Toren Unterschied gewonnen oder verloren. Die punktstärksten Buchloer Akteure sind Alexander Krafczyk, Martin Zahora und Markus Vaitl, auf die es für die Germeringer Defensive besonders zu achten gilt.
Nach dem nicht zu erwartenden Punktverlust im letzten Spiel gegen den EV Moosburg, möchten die Pirates gegen die Wanderers wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

Zwei Tage später reisen die schwarz-gelben Germeringer zum Auswärtsspiel in die Dreiflüssestadt nach Passau. Die Black Hawks sind ähnlich gut platziert wie der Freitagsgegner Buchloe und schielen mit einem Auge auf die Top 5 der Bayernliga. Ein Sieg vor heimischen Publikum ist für die Mannschaft von EHF-Trainer Ivan Horak daher Pflicht. Im eigenen Stadion ist die Statistik der Passauer ausgeglichen, drei Siege stehen drei Niederlagen gegenüber. Dass die Verantwortlichen im Sommer einen guten Job gemacht haben, zeigt die bisherige Statistik. Mit Petr Sulcik (Rostock Piranhas), Roman Nemecek (ESC Vilshofen) und Svatopluk Merka (EV Regensburg) stehen drei Neuzugänge auf den ersten drei Plätzen. Auf alle Eishockeyfreunde wartet in Passau eine einzigartige Atmosphäre, gehört die Eisarena der Black Hawks doch zu den am besten besuchten Stadien in der Bayernliga.

Nach den klaren Worten von Wanderers Coach Heinz Feilmeier muss nun von der Mannschaft um Kapitän Christian Czaika ein Zeichen kommen, um den schwarz-gelben Anhängern einen möglichst positiven Start in die Rückrunde zu bescheren. Einstellung, Kampfgeist und Disziplin müssen wieder an den Tag gelegt werden, so dass auch der Spaß am Erfolg wieder zurückkommt.