Platz 8 in weite Ferne gerückt

04.12.2017 um 18:51 Uhr von Florian Hutterer

Foto: Richard Langnickel

Erstes punktloses Wochenende seit Ende Oktober

Enttäuschte Gesichter gab es nach dem Freitagsspiel im heimischen Polariom gegen den HC Landsberg. Ein von Moral, Leidenschaft und Wille geprägtes Spiel der Mannschaft um Wanderers Coach Heinz Feilmeier blieb am Ende unbelohnt. Mit personell geschwächten Kader bot Germering den Riverkings lange Zeit Paroli, ging am Ende jedoch mit 4:7 als Verlierer vom Eis. Das nötige Scheibenglück, sowie die ein oder andere Unachtsamkeit in der Defensive waren letztlich ausschlaggeben, dass Schwarz-Gelb nicht ein oder mehrere Punkte für sich gewinnen konnte. Beim Auswärtsspiel am Sonntag in Peißenberg waren die Kräfteverhältnisse längst nicht mehr so ausgeglichen. Die Gastgeber feierten nach 60 gespielten Minuten einen nie gefährdeten 7:1 Heimerfolg vor den eigenen Fans.

Die Pfaffenhofener IceHogs sind am kommenden Freitag zu Gast im Germeringer Polariom.
Im Lager der IceHogs hatte man im vergangenen Sommer die Abgänge von Andreas Tahedl, Rick Gebhardt, Stephan Trolda und David Felsoci zu verkraften. Aber auch auf der Trainerposition gab es einen Wechsel. Der ECP hat nicht nur einen, sondern gleich zwei Nachfolger für Trainer Michael Dippold gefunden. Mit Dimitri Kurnosow und Gregor Tomasik übernehmen zwei junge Trainer als Team die Führung des Bayernligisten. Tomasik stand von 2002 bis 2009 für die IceHogs im Kasten und schaffte es mit dem ECP sogar zweimal ins Bayernliga-Finale, Kurnosow ging von 2000 bis 2006 auf Torejagd in Pfaffenhofen. Dimitri Kurnosow ist darüber hinaus ein sehr bekanntes Gesicht bei den Germeringer Fans. Der 34-jährige Deutsch-Russe schnürte einst zwischen 2006 und 2008 zwei Jahre lang die Schlittschuhe für die Wanderers und avancierte zur damaligen Zeit zum Publikumsliebling in Germering. Darüber hinaus geht die Mannschaft von der Ilm mit zwei Kanadiern in die aktuelle Bayernliga-Saison. Michael Chemello und Jake Fardoe tragen das Trikot des EC Pfaffenhofen. Chemello spielte die vergangenen drei Jahre in der amerikanischen College-Liga ACHA II bei der Florida Golf Coast University. In seiner gesamten Zeit bei den FGCU Eagles erzielte Chemello in 91 Spiele insgesamt 64 Tore und 107 Assists und gewann 2016 die nationale Meisterschaft der ACHA II. Als Publikumsliebling, Stratege und Schlüsselfigur in der Spieleröffnung war Jake Fardoe die letzten Jahre bereits in Deutschland für die Luchse des EC Lauterbach in der Regionalliga West aktiv. Weitere namhafte Neuzugänge sind die beiden Stürmer Stefan Huber (EV Regensburg) und Rückkehrer Christian Birk (EV Moosburg). Der 29-jährige Huber wurde im Regensburger Nachwuchs ausgebildet und war bis auf ein eineinhalbjähriges Gastspiel in Deggendorf immer ein Fixpunkt in der ersten Mannschaft des EV Regensburg.

Am darauf folgenden Sonntag sind die Wanderers im Geretsrieder Freiluftstadion zu Gast.
Beim ESC herrscht nicht nur sportlich gesehen große Freude und Heiterkeit. Der dort ansässige Stadtrat beschloss vor Kurzem die Sanierung und Einhausung des Eisstadions. In der Saison 2019/2020 könnte dann schon mit Dach gespielt werden, der Endausbau würde 2020 durchgeführt werden. Die Riverrats verfügen über eine kampf- und laufstarke Mannschaft  mit einem enorm starken Torhüterduo als Rückhalt. Aus einem ausgeglichen gut besetzten Kader ragt Ondrej Horvath  noch etwas heraus. Bereits 15 Treffer gehen auf das Konto des tschechischen Torjägers, dazu kommen acht Torvorlagen. Zweitbester Torschütze ist Maximilian Hüsken, der bisher acht Mal getroffen hat. Die Favoritenrolle liegt eindeutig bei Geretsried, das mit einem Heimsieg gegen das Feilmeiner-Team seinen derzeitigen Platz unter den Top Acht der Liga festigen will. Der EVG hat in der Vergangenheit aber oft unter Beweis gestellt, das sie jederzeit für eine Überraschung gut sein können. Während die Geretsrieder mit dem bisherigen Saisonverlauf  durchaus zufrieden sein dürften, heißt es für die Wanderers um jeden einzelnen Punkt zu kämpfen.

Für die Mannschaft ist es wichtig, weiter an sich und ihr vorhandenes Potential zu glauben. Sprichwörtlich gesehen muss man das Glück bekanntlich erzwingen, so ist langes lamentieren trotz der aktuell nicht zufriedenstellenden Situation nicht angebracht. Einmal mehr kommt es auf die Unterstützung der schwarz-gelben Eishockeyfreunde an, ihr Team nach vorne zu peitschen. Am nächsten Spielwochenende rechnet man sich durchaus wieder Punkte aus.