Niemals aufgeben

22.01.2018 um 21:31 Uhr von Markus Degenhardt

Foto: Richard Langnickel

ESC Kempten und SC Reichersbeuren heißen die nächsten Gegner

Das erwartet schwere Auftaktwochenende endete für die Mannschaft von Trainer Heinz Feilmeier ohne Punkte. Gleich mehrere Hiobsbotschaften erreichten den Bayernligisten am Freitag kurz vor Beginn der Verzahnungsrunde. Die beiden neuverpflichteten tschechischen Angreifer Lukas Bednarik und Vaclav Pasek konnten aufgrund noch ausstehender Passangelegenheiten nicht auflaufen und zu allem Überfluss fiel auch Matthias Götz krankheitsbedingt aus. Trotz eines dezimierten Kaders nahm sich die Mannschaft um Kapitän Daniel Kress fest vor, erfolgreich in die zweite Saisonhälfte zu starten.

Gegen den Aufstiegsaspiranten und ehemaligen Oberligisten EHC Klostersee setzte es jedoch vor rund 300 Zuschauern eine 1:5 Heimniederlage, in der das Team von Trainer Jimmy Quinlan deutlich machte, dass ihnen der Durmarsch in die Bayernliga ernst ist. Auch zwei Tage später im 215 km entfernten Pegnitz musste die Feilmeier-Truppe trotz einer zwischenzeitlichen 0:1 Führung das Eis als Verlierer verlassen. Die IceDogs nutzen kurz nach der ersten Drittelpause zwei individuelle Fehler eiskalt aus und schraubten das Ergebnis noch im selben Spielabschnitt auf 4:1 hoch, welches schließlich auch den Endstand darstellen sollte.

Damit starten die Wanderers mit zwei Niederlagen in die Verzahnungsrunde. Verfrüht in Panik verfallen sollte in Germering jedoch niemand. Schließlich sind noch zwölf Partien zu spielen, in denen die Feilmeier-Truppe alles dafür geben wird, das Blatt zum Positiven zu wenden. Die ersten Siege sollen bereits am kommenden Wochenende eingefahren werden, an dem Trainer Heinz Feilmeier voraussichtlich ein voller Kader zur Verfügung stehen wird. 

Eine schwere Aufgabe wartet am Freitagabend in Kempten auf die Wanderers. Der ESC schloss die Vorrunde der Landesliga hinter dem EHC Klostersee auf dem zweiten Tabellenplatz ab und startete durchaus erfolgreich in die neue Runde. Bereits am Freitag ärgerten die „Sharks“ einen Bayernligisten und sicherten sich gegen den EV Pegnitz vor heimischen Publikum einen Punkt. Beim SC Reichersbeuren gewann die Mannschaft von Trainer Andreas Becherer mit 4:6 und ist damit auf keinen Fall zu unterschätzen. Denn die Allgäuer haben mit dem Kanadier Corey Pawley, dem ehemaligen Memminger Patrick Weigant und dem Kemptener Urgestein Tobias Epp drei äußerst punktstarke Angreifer in ihren Reihen. Im Tor kann sich der Landesligist auf Martin Niemz verlassen, der lange Jahre in der höchsten bayerischen Eishockeyliga für den ECDC Memmingen und dem Zweitligisten Lausitzer Füchse aktiv war.

Am Sonntag gastiert mit dem SC Reichersbeuern ein weiterer Landesligist im Polariom. Der 1956 gegründete Verein ist für die Wanderers eher ein unbeschriebenes Blatt. Der SCR wird trainiert von Josef Schlickenrieder, der neben vielen jungen Akteuren auch mehrere „alte Hasen“ in seinen Reihen hat, die mit ihrer Erfahrung das Team führen sollen. Die wohl bekanntesten Spieler im Kader der Gäste sind Florian Zeller und Andreas Andrä. Zeller spielte viele Jahre professionelles Eishockey und trug in dieser Zeit unter anderem das Trikot der Tölzer Löwen und des EHC München.  Auch Andrä war lange Zeit beim Nachbarn Tölz aktiv und kennt die Wanderers aus seiner Zeit in Waldkraiburg. Gegen Reichersbeuern gehen die Hausherren als Favorit in die Partie und wollen dieser Rolle gerecht werden. Spielbeginn vor heimischen Kulisse ist um 18:00 Uhr. Die Mannschaft hofft auf die Unterstützung ihres schwarz-gelben Anhangs, mit dem man das Auftaktwochenende vergessen machen möchte.