Geschichte

Im Mai 1975 wurde der Eissportverein Unterpfaffenhofen -Germering von 1975 e.V. gegründet, kurz darauf wurde er umbenannt in Eissportverein Germering und 1995 entstand der heutige Name Wanderers e. V. Germering.
Die beiden Gründungsvorstände waren Rudolf Riepertinger und Klaus Bausewein.

In den ersten Jahren gab es in Germering noch keine Eishalle und man spielte in den Stadien anderer Vereine wie Oberstdorf, Füssen, Pfronten und Landsberg.

1977 ging man dann auf Reisen und spielte gegen Preussen Berlin (damals Oberliga) und dann gegen Wedding (Regionalliga), naturgemäss verlor man recht hoch, aber die Mannschaft fand immer besser zusammen. Zwar wurde ein Vorbereitungs - Freundschaftsspiel gegen den Schweizer Club EHC Freuenfeld (2. Liga) noch 2:18 verloren, aber das Pokalturnier in Vilshofen mit den Teilnehmern aus Straubing, Schweinfurt, und Vilshofen konnte dann nach grossem Kampf im Endspiel gegen den ERV Schweinfurt mit 3:2 gewonnen werden; die Mannschaft war überglücklich, als der Vilshofener Bürgermeister einen grossen Bleikristall - Pokal überreichte.

Der Mannschaftskader 77/78 bestand aus den Spielern Klaus Bausewein, Hans und Joseph Birzer, Dieter Brandl, Roland Baumann, Hans Friedlmaier, Ralph Faßbender, Peter Heberger (Geschäftsführer des Vereins), Alfons Hitzenbichler, Albert Höhenleitner, Paul Kratchowil, Peter Kruppa, Hubert Moser, Hans Richter, Alfred und Sebastian Riepertinger (der Kassier und der Eishockey - Obmann; wer spielt heute aus der Vereinsführung denn noch in der Senioren - Mannschaft, niemand), Heinz Schlegel, Peter Thiele, Bruno Thalmayr, Otokar Vavarecka, Wolfgang Walter und Michael Zech sowie Trainer Johannes Grosser.

Schon damals war Nachwuchsarbeit das oberste Gebot; da es in Germering keine Eisfläche gab, musste man in FFB Eiszeiten zum Trainieren anmieten. Dann stellte die Gemeinde Germering zwei verwaiste Basketballplätze zur Verfügung, die im Winter zu einer Natureisbahn umfunktioniert wurden. Unter Mithilfe der Eltern, der Firma Radio Popp und der Gemeinde Germering wurde eine eigene Eispiste, sogar mit Flutlicht, zum Trainieren geschaffen.

Der gemischte Schüler - Jugendkader bestand aus Erwin und Robert Eibl, Ralph Faßbender, Ralph Gweniger, Thomas Held, Raimund Huber, Volker Klebele, Mike Lindner, Thorsten Mohr, Robert und Christian Mittler, Josef Penninger, Christian Pohl und Guido Wild.

Wenn man nun die Namen der Vereinsführung aufzählt und mit den Namen der Spieler vergleicht wird sofort klar, dass es damals ein richtiges "Familienunternehmen" war, das den Eishockeysport in Germering heimisch machte:

1. Vorsitzender Rudolf Riepertinger
2. Vorsitzender Horst Faßbender
Kassier Alfred Riepertinger
Schriftführerin Juliane Riepertinger
Geschäftsführer Peter Heberger
Eishockey - Obmann Sebastian Riepertinger
Jugendleiter Adam Held

Fazit: Drei (!) Vorstandsmitglieder spielten in der 1. Mannschaft, die anderen Vorstandsmitglieder hatten ihre Söhne auf dem Eis.

Nach der Eröffnung der Germeringer Eishalle im Oktober 1982 durch Bürgermeister Rudolf Bay stellte man fest, dass man nunmehr in einer der besten Eishallen Bayerns "Heimatrecht" hatte und die Mannschaft war so motiviert, dass sie in der darauffolgenden Saison den Aufstieg in die Bayernliga schaffte; nach vier Jahren in der Bayernliga spielten die Wanderers dann fünf Jahre noch eine Klasse höher in der Regionalliga.
 
1990/1991

In der Saison 90/91 standen die Wanderers vor dem Aufstieg in die Oberliga; als Gegner so renommierte Vereine wie Erding, Dingolfing, Waldkraiburg, Deggendorf und Peiting. Die Chance zum Aufstieg kam für die Wanderers noch zu früh, darüber waren sich alle einig.
 
1994/1995

Nach der Neueinteilung der Eishockeyligen spielten die Wanderers in der Bayernliga; 94/95 erreichten sie den Aufstieg in die 2. Liga Süd, leider musste aus finanziellen Gründen die Teilnahme abgelehnt werden.
 
1995/1996

Auch in der Saison 95/96 standen die Wanderers in der Play - off - Runde zum Aufstieg in die zweite Liga; in 96/97 konnte dann in der Abstiegsrunde nach einer spannenden Aufholjagd noch der Klassenerhalt geschafft werden.
 
1997/1998

In der Saison 97/98 mussten die Wanderers dann leider den Weg in die Landesliga antreten. Der sofort angestrebte Wiederaufstieg in 98/99 wurde, auch aus finanziellen Gründen, nicht geschafft. In 99/2000 fehlte dann eigentlich nur ein einziges Tor in einem entscheidenden Spiel, um die Aufstiegsrunde zur Bayernliga zu erreichen.
 
2000/2001

Für 2000/2001 setzen die Wanderers nun auf den eigenen Nachwuchs, verstärkt mit Spielern, die in München studieren und gerne bei den Wanderers eingestiegen sind. Wenn es vielleicht auch um den Klassenerhalt gehen könnte, so haben sich die Wanderers doch wieder den Aufstieg in die Bayernliga als Ziel vorgenommen.
 
2001/2002

Der neue Trainer Brian Ashton formierte eine neue Mannschaft für die Landesliga
 
2002/2003

In dieser Saison konnte Trainer Brian Ashton endlich die Früchte seiner Arbeit ernten. Der Aufstieg in die Bayernliga gelang.
In einem sensationellem "Endspiel" das wohl in die Geschichte einging, wurde Pegnitz nach einem 2:6 Rückstand im Sudden Death mit 7:6 im Polariom bezwungen. Die mehr als 500 Zuschauer standen Kopf. Die Mannschaft bestand aus überwiegend "Germeringern" Juniorenspielern, verstärkt durch gute gestandene Cracks aus der Umgebung und den echten Germeringern Alexander Preiß und Andi Werlik.
Als Junioren wurden eingesetzt: Patrick Ashton, Markus Wiesheu, Christian Hoffmann, Matthias Walter, Markus Oehme, Christian Meier, Sebastian Stürzer, Bernie Riepl, Christian Arpke, Christian Geuß, Maxi Allgeier, Daniel Skrtel, Stefan Kronthaler). Zusätzlich halfen mit: Harald Schwaiger, Dirk Voss, Michi Wichert, Erwin Schedlbauer, Philipp Hacker und der Kanadier Robert Simnor.
Das Endspiel um die Bayerische Meisterschaft wurde gegen Tus Geretsried verloren, sodaß man "nur" Bayerischer Vizemeister der Landesliga wurde.
 
2003/2004

Nach dem tollen Aufstieg in die Bayernliga wurde diese Liga von den Offiziellen und der Mannschaft wohl unterschätzt. Trotz einiger Neuzugänge ( Jens Feller, Markus Pasterny, Dominik Socher, Markus
Eikmeier) mußte die sehr, sehr junge Mannschaft den bitteren Gang in die Landesliga antreten. Die Mehrzahl der Spieler mußte am Wochenende 3 Spiele absolvieren( 2mal 1. Mannschaft und 1mal Junioren-Bayernliga). Der Kräfteverschleiß über die ganze Saison war einfach zu groß, sodaß es im "Endspiel" gegen die rustikale Mannschaft aus Lechbruck nicht ganz reichte. Trotzdem wurden tolle Spiele mit den Higlights gegen die Starbulls Rosenheim und Landsberg 2000, die damals in der Bayernliga spielten, abgeliefert.
 
2004/2005

Nach dem enttäuschenden Abstieg aus der Bayernliga und dem Verlust von vielen eigenen Spielern, die lieber höherklassig weiterspielen wollten ( Ashton, Oehme, Stürzer, Geuß ) ging es zuerst für die Offiziellen darum, eine konkurrenzfähige Mannschaft für die Landesliga aufzubauen. Ziel war es, die Aufstiegsrunde zu erreichen und womöglich den direkten Aufstieg zu schaffen. Die " Tölzer " Aera begann. Insgesamt wurden 8 neue Spieler integriert. Zu den Oberländern Michi März, Peter Lindner, Hardy Gambs, Michi Ott, Beppo Klett kamen Fritz Stache, Thomas Schweiger, Tobias Giegerich. Außerdem konnten die Zuschauer im Polariom erstmalig Vater und Sohn (den reaktivierten Fonse Dosch, der glänzend aufspielte und Matthias Dosch) auf dem Eis spielen sehen. Trotz überwiegend starker Vorstellungen reichte es wegen der übermächtigen Deggendorfer (spielen nun in der Obeliga ) nicht zum direkten Aufstieg. Nach zwei begeisternden Spielen und Siegen gegen Ulm wurde man jedoch Dritter der gesamten Landesliga und konnte am grünen Tisch in die Bayernliga aufsteigen.
 
2005/2006

Nach dem erneuten Aufstieg in die Bayernliga am grünen Tisch konnten die Wanderers-Funktionäre zwei starke Neuzugänge präsentieren.
Mit dem bisherigen Eishockey-Profi Michal Porak und Sebastian Klett aus Tölz glaubte man auch für die Bayernliga gerüstet zu sein. Wie sich im Nachhinein herausstellte, war der Kader jedoch über das Jahr gesehen zu dünn. In drei "Endspielen" gegen Sonthofen zog man wieder einmal den Kürzeren und mußte schon wieder den Weg in die Landesliga antreten. Das größte Handicap war über die Saison hindurch die mangelnde Disziplin.
Oft gleichwertig verließ man durch häufiges Unterzahlspiel als zweiter Sieger das Eis. Absolut positiv entwickelte sich jedoch das Umfeld der Wanderers. So konnte ein Fanclub gegründet werden und Auswärtfahrten organisiert werden. Wann hat es das bei den Wanderers je gegeben? Positiv auch die Entwicklung der Förderung der Seniorenmannschaft durch begeisterte Anhänger.
 
2006/2007

Nach dem erneuten Abstieg in die Landesliga mußten die "Fahrstuhl-Wanderers", wie sie bereits scherzhaft genannt wurden, erneut den Verlust starker Spieler wie Lindner, März und Gambs hinnehmen.
Der Ersatz gelang den Offiziellen jedoch hervorragend. David Jelinek und Markus Oehme konnten nach jahrelanger Abwesenheit zurückgeholt werden. Zudem konnte der Zweitligaspieler Alex Leinsle aufgrund seiner beruflichen Selbständigkeit in Germering, verpflichtet werden.
Eine Topmannschaft (Kurnosow kam aus Pfaffenhofen) unter dem neuen Trainer Franz Köstner ging an den Start und hatte sich wieder einmal als Ziel, Aufstieg gesetzt.
In begeisternden Spielen wurden weit über 200 Tore erzielt und der Aufstieg souverän geschafft. Mannschaften wie Moosburg, Trostberg, Pfronten und vor allem Hassfurt wurden geradezu aus dem Polariom geschossen. Eine tolle Saison für die Wanderers, mit der Hoffnung, nun endlich die Bayernliga zu halten!

Die Wanderers haben heute etwa 390 Mitglieder, davon ca. 300 in der Sparte Eishockey und etwa 90 in der Sparte Eiskunstlauf.

Der Vorstand besteht nach der Neuwahl im Juli 2006 aus Jürgen Fleißner (1. Vorsitzender), Christian Meier
(2. Vorsitzender), Arnfried Johannes (3. Vorsitzender), Silvia Sohr (Leiterin Finanzen) und Stefan Kronthaler (Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Abt. Leiter Eishockey Senioren).

Besonders zu erwähnen ist aber in der langen Geschichte der Wanderers auch die Unterstützung durch die Stadt Germering, so durch den ehemaligen Bürgermeister Rudi Bay, auch "Eishockey - Bürgermeister" genannt und den damaligen Sportreferenten Ulrich Freutel und jetzt durch Bürgermeister Dr. Peter Braun (auch Mitglied bei den Wanderers) sowie Sportreferentin Barbara Festini und deren Nachfolgerin Angelika Kohnert und durch die Stadtwerke Germering, allen voran das Personal vom Polariom, um nur einige zu nennen.

Gunnar Eckardt
Günter Meier
 
2007/2008: Tolle Saison mit glücklichem Ende!

Nach dem Aufstieg in die Bayernliga galt es für die Wanderers die Mannschaft zusammenzuhalten und punktuell zu verstärken, um endlich nach dem Aufstieg die Liga zu halten und dem Ruf einer "Fahrstuhlmannschaft" zu trotzen. Mit der Verpflichtung von Top-Verteidiger Florian Leitner, sowie Ferdinand Zink und Stürmer Gabriel Gaube wurden die Weichen gestellt. Zudem wurde nach der Verletzung von Goalie Rames Wagener, Konstantin Bertet verpflichtet, was sich als absoluter Glücksgriff herausstellte.

Nach guten Ergebnissen in der Vorbereitung, setzte es in den ersten vier Spielen Niederlagen, sodaß sich die Verantwortlichen bereits im Oktober zu einem Trainerwechsel gezwungen sahen. Für Franz Köstner, der die Wanderers souverän in die Bayernliga führte, kam Ignaz Berndaner, der aber erst Ende November die Mannschaft übernehmen konnte. Bis dahin übernahm Florian Leitner die Mannschaft und fuhr zwei Heimsiege gegen Sonthofen und Ulm ein. Ignaz Berndaner schaffte dann mit der Mannschaft 13:5 Punkte in Folge. Neun Spiele blieben die Wanderers ungeschlagen, ehe es in Sonthofen wieder die erste Niederlage setzte. Zu den Höhepunkten der Saison gehörten Siege gegen die beiden besten Mannschaften der Liga, Pfaffenhofen und Waldkraiburg. Besonders erfolgreich zeigten sich die Wanderers vor den eigenen Fans im Polariom, wo man immerhin in 17 Spielen 9 Siege und 5 Remis erreichte. Lediglich viermal ging man zu Hause als zweiter Sieger vom Eis. Die Fans honorierten diese tollen Leistungen und kamen vor allem in den letzten Spielen, für Germeringer Verhältnisse, zahlreich zu den Heimspielen.

Mit einem guten 12. Platz wurde die Vorrunde abgeschlossen. Erster Gegener in den Play-Down waren die punktgleichen Selber Wölfe. In vier Spielen setzte sich Selb, letztlich verdient, durch, sodaß in der zweiten Play-Down Runde der zweite Absteiger neben den insolventen Ulmern ausgespielt werden mußte. Ein Landkreisteilnehmer, Germering oder Fürstenfeldbruck, mußte den bitteren Gang in die Landesliga antreten. Die Wanderers bestätigten ihre Favoritenrolle und machten in zwei Spielen (5:3 und 9:5) den Sack zu. Der Klassenerhalt war erstmalig geschafft. Ein glückliches Ende einer anstrengenden Bayernliga-Saison, das den Spielern, Verantwortlichen und Fans "Alles" abverlangte.

Topscorer:
1. Porak 45 Punkte
2. Socher 31 Punkte
3. Meier 29 Punkte
4. Jelinek 27 Punkte

Top-Torschützen:
1. Klett 18 Tore
2. Porak 15 Tore
3. Meier 13 Tore
4. Socher 13 Tore