Über uns

Geschichte der Eiskunstlaufabteilung


Durch Kunsteis zur Eiskunst

 
Das Motto Eduard Engelmanns, des Erfinders der ersten Freiluft-Kunsteisbahn (1909 in Wien), „Durch Kunsteis zur Eiskunst" passt auch zur Eiskunstlauf-Abteilung der Wanderers Germering. Denn die Fertigstellung des „Polarioms" in Germering war auch der Beginn dieser Abteilung.

Ziel der Abteilung war immer möglichst vielen Leuten, egal wie alt und mit welchen Vorkenntnissen, das Eislaufen beizubringen. Die Kleinsten beginnen mit ca. 4 Jahren ihre ersten Schritte auf dem Eis. Auch die Erwachsenen, ob Anfänger oder Könner, waren schon immer bei uns aktiv, sowohl im Kunstlauf als auch im Eistanz. Dass man auch als Erwachsener noch erfolgreich sein kann, hat uns vorkurzem Frau Gabriele Ermoneit bewiesen. Obwohl sie erst vor 10 Jahren mit dem Training begann, hat sie nach mehreren guten Platzierungen beim DEU-Hobbyläufer-Pokal in Grimma nun einen hervorragenden 2. Platz bei einem internationalen Erwachsenen Wettbewerb in Oberstdorf belegt.

Damit die Kinder auch zeigen können, was sie gelernt haben, findet jedes Jahr das Nikolaus-Schaulaufen statt. Hier gibt es sowohl Küren von Einzelläufern als auch Show-Programme der Trainingsgruppen.

Ein weiterer Höhepunkt der Saison ist der „Germeringer Eiskunstlaufpokal", der seit 1992 fast jedes Jahr stattfindet. Waren es beim ersten mal noch 2 eingeladene Vereine und 46 Teilnehmer, sind wir nun mit 230 Teilnehmern aus 20 Vereinen an der Kapazitätsgrenze angekommen. So war auch der 22. Germeringer Pokal im März 2016 wieder ein großer Erfolg.

Eine Besonderheit war auch die 1999 gegründete Formation „Les Papillons" aus 16 Läuferinnen, die 2001 Bayerischer Vizemeister wurde hinter München und an der Deutschen Nachwuchsmeisterschaft in Chemnitz teilnehmen durfte. Für einen kleinen Verein war es eine besondere Leistung, so viele Mädchen mit einem sehr hohen läuferischen Niveau (8. und 7. Kürklasse waren Bedingung für die Teilnahme an Meisterschaften) aus den eigenen Reihen zu holen. Da 2002 einige Läuferinnen die Nachwuchsaltersgrenze überschritten bzw. berufsbedingt ausschieden, gingen die restlichen 5 Läuferinnen zur Münchner Formation „Magic Diamonds". Mit dieser Formation wurden sie Bayerischer und Deutscher Meister und durften an der Juniorenweltmeisterschaft teilnehmen.

Obwohl unsere Abteilung schon immer im Breitensport zu finden war, konnten trotzdem einige Läuferinnen und Läufer erfolgreich an der Bayerischen Meisterschaft und anderen nationalen und internationalen Wettbewerben teilnehmen. Neben Martin Paulmichl waren Isabella Gorgon (Nachwuchs A und B, Jugend) und Heidi Köber (Nachwuchs B) bei den Bayerischen Meisterschaften erfolgreich. Ein großes Talent war auch Katharina Wichert, die von einem Schaulaufen inspiriert wurde und 1993 das Eislaufen bei uns erlernte. Sie wechselte bald ins Leistungszentrum nach München und war als DEU-Kaderläuferin bei vielen nationalen und internationalen Wettbewerben erfolgreich. Von  2006 bis 2012 unterstützte sie unser Trainerteam.

Bereits sehr früh konnte die Abteilung A-Lizenz-Trainer wie Elionore Schnelldorfer, Mutter des Olympiasiegers Manfred Schnelldorfer und Uwe Fischbeck, der noch immer bei uns tätig ist, für ihr Team gewinnen. Besonders freuen wir uns aber, wenn Läuferinnen aus den eigenen Reihen die Trainerausbildung absolvieren und unseren Nachwuchs trainieren. Dazu gehörten in der Vergangenheit   u. a. Ulrike Hutter, Sandra Budkiewicz und zur Zeit Isabella Gorgon,Verena Mitsui und Martina Wiegand.

Martina Wiegand trainiert noch heute sehr erfolgreich unsere Gruppen und bereicherte den Eiskunstlaufverein mit ihrer im Sommer 2012 bestandenen B-Trainer-Lizenz.

Wir freuen uns natürlich auch über die Mitarbeit der fortgeschrittenen Läuferinnen, die als Riegenführerinnen oder Helferinnen die ganz Kleinen betreuen und ihre Begeisterung für unseren schönen und schwierigen Sport weitergeben.

Die Mitgliederzahl unserer Abteilung liegt im Schnitt bei 100 Läuferinnen und Läufern (ca. 70 Kinder und Jugendliche und ca. 30 Erwachsene). Während heute überwiegend Frauen und Mädchen aktiv sind, waren die ersten internationalen Wettkämpfe, die seit 1882 durchgeführt wurden, reine Männersache. Erst 1902 gelang es der Engländerin Madge Syers sich das Startrecht für die Weltmeisterschaft bei den Herren zu erkämpfen. Seit 1906 gibt es eigene Damenwettbewerbe, bei denen die Damen mit langen Röcken und Blusen aufs Eis gingen.