Es ging eigentlich gut los für die Wanderers am Freitag Abend in Türkheim. Keine zwei Minuten waren gespielt, da brachte Nico Rossi sein Team in Führung. Das Spiel war von Anfang an geprägt von vielen Strafen, was sich durch die ganze Partie durchziehen sollte. Florian Döring glich in der zwölften Minute zum 1:1 aus. Kurze Zeit später schlugen die Hausherren in einem Powerplay erneut zu und gingen erstmals durch Leon Bakos in Führung. Germering, davon unbeeindruckt, egalisierte keine zwei Minuten später den Spielstand in Person von Marco Göttle. Die Vorlage lieferte Dennis Sturm. Mit einem 2:2 ging es in die erste Pause.
Unmittelbar zu Beginn des Mitteldrittels bekamen die Gastgeber eine Zweiminutenstrafe, welche Konsti Kolb 22 Sekunden später eiskalt zum 2:3 ausnutzte. Zwei darauffolgende Strafen der Türkheimer konnten die Wanderers nicht verwerten, dann jedoch im dritten schlug abermals Konsti Kolb zu und erhöhte in Überzahl auf 2:4. Doch dann drehte sich das ganze. Die Hausherren kamen in den Genuss eines Powerplays und wandelten dies gleich in zählbares um. Sascha Volger verkürzte für Türkheim auf 3:4. Der Rest des Drittels war geprägt von vielen Strafen, sodass Türkheim auf insgesamt 16 Strafminuten im Spiel und Germering auf 18 Strafminuten kam. Auffällig oft wurden dabei die Strafen „Übertriebene Härte“ und „Beinstellen“ verteilt, was auf eine gewisse Leidenschaft auf dem Eis schließen lässt. Gegen ende des Mittelabschnitts ließ Gianluca Conti das Türkheimer Publikum noch einmal richtig jubeln, als er den 4:4 Ausgleich erzielte.
Im letzten Abschnitt konnten die Wanderers keinen Weg mehr finden sich gegen die Gastgeber durchzusetzen. Als diese in der 48. Minuten in Person von Maximilan Schorer den 5:4 Führungstreffer schossen, war der Kampfgeist zwar nicht gebrochen, die Trickkiste jedoch leer. Und so ging es mit einer bitteren 5:4 Niederlage im Gepäck nach Hause.
Zwei Tage später wartete der Lokalrivale EV Fürstenfeldbruck auf die Wanderers. Mit 391 Zuschauern war es die bisher best-besuchte Partie in dieser Saison- aber diese Zahl wird sicherlich noch steigen. Fürstenfeldbruck kam mit einigen bekannten Gesichtern aus Germering in seinem Kader angereist. So trugen die ehemaligen Wanderers Tim Trappmann, Tizian Ravensberg und auch Dmitrii Metelkov nun die Jerseys des Revierrivalen. Und es war kein geringerer als Metelkov, der nach sieben Minuten zum ersten mal die Fans jubeln ließ- allerdings die mitgereisten Fürstenfeldbrucker. Germering ließ sich nach diesem relativ frühen 0:1 Rückstand nicht schocken und glich rund zehn Minuten später durch Michi Dorfner aus, der einen Penaltyschuss souverän verwertete. Somit stand es 1:1 und so blieb es auch bis zur 52. Minute als Marco Berger mit seinem Tor die Wanderers erstmals in Führung brachte. Fürstenfeldbruck, davon inspiriert, schien plötzlich auch wieder in Torlaune gekommen zu sein und gleich fünf Minuten später aus. Yevhenii Yatsenko machte das 2:2. Somit ging es in die Verlängerung. Diese war schon beinah um und Publikum und Mannschaften waren geistig schon beim Penaltyschießen. Nicht so Konsti Kolb, der 15 Sekunden vor der Schlusssirene doch noch den Siegtreffer schaffte und ein verhältnismäßig torarmes Derby zu Gusten der Hausherren beendete.
Am kommenden Spieltagswochenende geht es erst wieder gegen den ERC Lechbruck. Die „Flößer“ konnten in bisher 4 Spielen keinen einzigen Punkt mitnehmen und halten aktuell die rote Laterne am Schluss der Tabelle. Es gilt jedoch trotzdem mit großer Ernsthaftigkeit an dieses Spiel heranzugehen. Am Sonntag geht es auswärts nach Pfronten. Die „Falcons“ belegen aktuell Tabellenplatz 4 bei einem Spiel mehr als Germering. Die Wanderers sind aktuell auf Platz 5 mit 8 Punkten, einem weniger als Pfronten. Seine bisher höchste Niederlage (8:3) erfuhr der EV Pfronten gegen Ravensburg, der höchste Sieg (10:4)konnte gegen Lechbruck eingefahren werden.
Bully Freitag heim: 20:00 Uhr
Bully Sonntag auswärts: 17:00 Uhr


